Jeepe is watching you ,-)

Jeppe ist ein Handyroboter von Nokia, der durch die Wohnung geistert und an unterschiedlichsten Orten zur Videotelefonie einlädt. Erklärtes Ziel der Nokia Entwickler ist es, so der Spiegelbericht, mit diesem Grinse-Ding die “Akzeptanz der Nutzer für verschiedene Video-Konferenzgeräte” auszuloten. Dabei soll das “existierende Paradigma PC + Webcam” um neue Elemente erweitert werden, um Video-Telefonate zu einer “attraktiveren” Option zu machen.

Mich erinnert das an die zahlreichen Versuche japanischer Entwickler, kleine Roboter zum putzen oder streicheln in unseren Haushalten oder auch beruflichen Umfeldern einzuführen. Interessant finde ich dabei die Bemühungen auch “soziale Komponenten” zu bedienen, egal wie man persönlich dazu steht. Das interessante an Jeppe im Vergleich zum den japanischen Modellen ist, dass am andern Ende in der Regel wirklich ein “lebender Sozialkontakt” stehen dürfte. Und interessant ist halt auch, dass sich das Design weg von einem “High Tech Look” zu ganz anderen Formen bewegen kann.

Die neuen Freiangestellten und das mobile Arbeiten in der Easy Economy

Weder historisch noch biologisch sind wir dazu verdammt, uns jeden Morgen zur gleichen Zeit aus dem Bett zu quälen, um an einen Schreibtisch am anderen Ende der Stadt zu kommen. Das Büro ist eine gewachsene Kulturtechnik, und unterliegt als solche der ganz normalen Evolution sozialer Normen. Auch wenn es natürlich lange Zeit viele gute Gründe gab, ins Büro zu gehen: Hier fanden wir die Arbeitsmittel, die wir uns zu Hause niemals hätten leisten, geschweige denn Platz für diese schaffen können. Hier gab es denKopierer, den wir täglich benutzten, die Akten, in die wir schauten, die Ablagen und Archive mit denen wir arbeiteten, und die Kollegen, mit denen wir den Tratsch vom Wochenende austauschen mussten.

Heute klingt all das nach Schreibmaschine und Tageslichtprojektor, nach Linoleumboden und Kantine, also hoffnungslos altmodisch. Heute haben wir online Zugang zu den meisten Informationen und Archiven, sind Dokumente elektronisch, ist der Aktenlauf durch den digitalen Workflow ersetzt, die vielen großen Bürogeräte
durch einen kleinen Computer und die Kollegen erreichen wir per Handy, Skype oder E-Mail besser als in der Kaffeeküche. Kurz: Das gute alte Büro mit Einzelzimmern rechts und links vom Gang ist eine Institution des letzten Jahrhunderts. Und damit werden auch Arbeitsweg und Rush-Hour obsolet.

Ich habe zu diesem Thema ein Buch geschrieben, das vergangenen Donnerstag unter dem Titel “Morgen komm ich später rein” im Campus Verlag erschienen ist. Unter anderem der Spiegel, die FAZ und Robert Basic haben schon Artikel dazu gebracht.

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Die Grundthese des Buches lautet: Quasi unbemerkt verbreitet sich eine flexible Arbeitsform, die ich Easy Economy nenne. Auch Festangestellte arbeiten zunehmend wann und wo sie wollen. Nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft wird Telearbeit heute von 18,5 Prozent der deutschen Unternehmen angeboten – 2003 waren es noch 7,8 Prozent, 2000 erst 4 Prozent. Diese Entwicklung war uns schon zu Zeiten der New Economy als „Digitaler Nomadismus“ oder „Bedouining“ angekündigt worden. Aber erst seit ein zwei zwei Jahren haben wir Handys, die E-Mails empfangen. Haben billige, flächendeckende und breitbandige Internetverbindungen. Haben kollaborative Software, um miteinander zu arbeiten, ohne am selben Ort zu sein. Nach Zahlen der EU würden noch viel mehr Arbeitnehmer gern eine Form der Telearbeit praktizieren, nämlich zwei Drittel.

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Termine planen mit der Zeitmaschine

Wer eine Webkonferenz plant und soviel Anstand hat, seine “Lieben” nicht aus dem Bett werfen zu wollen, der plant ab sofort mit der Welt-Zeit-Maschine, wann und wo er durchklingelt …

Zeitmaschine

Betreff: Re: Wer braucht (k)ein iPhone?

Am 15.07.2008 um 14:36 schrieb Henrik Regensburg:

http://edufuture.de/2008/07/15/wer-braucht-ein-iphone/

Mit freundlichen Grüßen / Best regards
Henrik Regensburg
(Technical Engineer)

—————————–

Lieber Henrik,

• Google redet, Apple handelt … bzw. hat ein Gerät seit fast einem Jahr auf dem Markt.

• Apple allein, darf für sich beanspruchen als erster ein Gerät auf den Smartphone-Markt gebracht zu haben, bei dem Mobile-Business wirklich funktioniert und Spass macht. Und das als kleiner Außenseiter und Quereinsteiger gegen eine zigmilliarden schwere Konkurrenz, welche seit 10 Jahren (!!!) an dem Thema herumfrickelt. Peinlicher und dramatischer kann es für Nokia & Co. nicht sein … Ich nutze das Nokia e90 (Communicator) in Kombination mit einem iPod Touch. Wenn ich nur ein Gerät wählen dürfte, würde ich ohne großes Nachdenken das iPhone wählen. Gegen das iPhone / iPod Touch ist das e90 in seinem Interface geradezu jämmerlich. Und das bei einem Preis von fast 800 Euro!

• Google Android ist eine (interssante, spannende) Software-Beta, in einer fremden Hardware (?) die irgendwie so aussieht wie das iPhone (”meetoo” nennt man das). Das iPhone dagegen ist eine Apple-Hardware in Kombination mit einem Betriebssystem, welches es bereits als sehr ausgereiftes OS X auf Feststationen und Mobilrechnern gibt. Nicht gerade schlecht für die Konvergenz zwischen Handy, Notebook, Feststation etc. Die Remotefunktion, welche es seit Freitag gibt ist im Umfeld von Front Row und Apples Multimedia-Home jedenfalls ein Knaller und ein gutes Beispiel von vielen dafür.

• Das OS X auf dem iPhone / iPod Touch ist auch nicht gerade schlecht für USER, die OS X nutzen und somit sofort mit der Bedienung vertraut sind, welche selbst für “Switcher” und Einsteiger so intuitiv ist, dass sie wohl kaum irgendwelche Bedienungshandbücher brauchen ,-)

• OS X ist zudem aus meiner Sicht das mit “Abstand” beste Betriebssystem und ungemein anwenderfreundlich. Aber dass darf man gern anders sehen und Google kann es auch gern besser machen. Wenn überhaupt, ist es Google, die das schaffen. Der Wettbewerb wird beiden Lösungen gut tun und auch die klassischen Anbieter unter Leistungsdruck setzen … und dem Verbraucher erst recht ,-)

• Was permanent übersehen wird, ist ein riesiges Umfeld an Periferie in perfektem Design für das iPhone und den iPod und auch die Konvergenz zu dem sehr ausgereiften i-Tunes und i-Tunes-Store. Niemand anderes als Apple bietet dies.

Also, ich bin gespannt, was Google wirklich auf den Markt bringt, aber ich freue mich sehr das iPhone G3 und iPod Touch schon jetzt zu haben sind. Oft ist eben der “fette” Spatz in der Hand besser als die (möglicherweise) hübsche Taube auf dem Dach :-)

Gruß, jo)

Via Handy in die Webkonferenz

Mietservices zu Webkonferenzen sind nichts Neues, bspw. via www.spreed.com. Interessant finde ich eine neue Option in diesem Szenario, welche es ermöglicht ganz unterschiedliche Telefonquellen einzubinden (bspw. via tevia). Also bspw. normale Analogverbindungen wie auch Handys. Klar, dass dabei nur der Mensch vor der WebCam auch visuell präsent sein kann. Verwalten lassen sich aber auch hier alle Konferenz-Teilnehmer via Web-Interface. Was aus meiner Sicht fehlt ist die Einbindung von klassischen Video-Konferenz-Räumen, in denen mehrere Teilnehmer anwesend sind.

Im Fall von Schulungen kann ich mir solch ein Web-Konferenz-Szenario recht gut vorstellen, oder auch im Dialog bspw. zweier Experten, die einen Dritten, ad hoc per Handy hinzu ziehen wollen. Geht es darum Teams mit einzelnen Experten, etc. zusammen zu bringen, funktioniert definitiv nur der Weg anders herum, nämlich über die klassischen Konferenzen. Hier können selbst Teilnehmer visuell eingebunden werden, die über Instant-Messenger und SIP hinzu kommen.

Trotzdem, man merkt immer mehr, dass die Welten zusammen wachsen … ,-)

Qik & Co. - InfoSplitter via HandyCam

Ich muss zugeben, mit Twitter & Co.*** werde ich nicht so richtig warm. Mag sein, dass es daran liegt, dass ich weniger unterwegs bin als andere und auch ohne Twitter meist weis, wo meine Freunde und Partner sind.

Was mir allerdings gut gefällt, ist die neue Möglichkeit per HandyCam in Realtime kleine Clips ins Web zu stellen (Mehr unter Qik, Flixwagon, Bambuser via Google). Aus meiner Sicht ist das noch unkomplizierter als bspw. via SMS und Minitasten zu twittern und hat eine ganz andere multimediale Dimension als 140 getippte Zeichen. Macht natürlich nur Sinn, wenn man nicht endlos redet, denn in der Kürze liegt bekanntlich die Würze :-)

Im Grunde ist das dann sozusagen ein VideoTwitter. Die MiniClips lassen sich zudem auch als RSS abonnieren … Schade, dass derzeit immer nur der letzte Clip angezeigt wird, wenn man den Link eines “Web-Broadcasters” einbindet. Ich mache das jetzt mal und schau, ob mir der eine oder andere Video-Splitter zum Thema Web- und Video-Konferenz über die Lippen kommt ,-).

*** Zu Twitter & Co. siehe 1. Robert Basic, 2. Klaus Eck und 3. Wikipedia

Alle VideoSplitter von mir) und der RSS Link

Hyperconnected und Work-Life-Balance

Textauszug aus MM:
… Die Hypervernetzten sind allerdings halbwegs glücklich mit dieser Situation: 35 Prozent von ihnen geben an, dass sie ihre Work-Life-Balance halten können. …

Ich sehe das so:

Ohne hyperconnected zu sein könnte ich meine Work-Life-Balance gar nicht mehr halten. Ist nämlich einfacher mal nicht zu antworten, als mangels technischer Option nicht antworten zu können oder andere Dienste zu nutzen oder die jeweils geeignetsten …

Bzgl. der ManagerMagazin-Empfehlung zum “Unified Communication & Collaboration” (welch ein Begriff ,-) scheint es mir so, dass SOHOs (Small Offices Home Offices) und private Nutzer das Ziel, alles in einer Anwendung zu haben einfacher erreichen (bspw. via Skype), als die Employees in großen Unternehmen mit Plattformen von MS, IBM, Cisco & Co. Aber das wird schon noch, der Vorteil ist einfach zu groß, um ihn zu ignorieren ,-)

Back to my Mac - Bitte lächeln :-)

Eine Web-Konferenz der ganz besonderen Art gelang einer New Yorkerin … mittels der Funkion “Back to my Mac” …

Connectivity vor Kostenersparnis

vodafone.pngDas bevorzugte Argument von Herstellern und Verkäufern von Videokonferenzen lautet: “Sie sparen Reise- und Personalkosten!” Stimmt durchaus, so hat bspw. Vodafone laut Vortrag Dr. Uwe Schwenn auf dem Viktastag bspw. in knapp drei Jahren 20% der Reisekosten gespart. Klingt nach nicht besonders viel Geld, sind in der Summe allerdings 50 Millionen Dollar … Pro Jahr !!! Eine Zahl, die zweifellos jeden auf “Hardfacts” fokusierten CEO oder CFO freut und inspiriert …

Dennoch ist dieser deutliche Nutzwert nicht der eigentliche “Gewinn” bei Video- und Web-Konferenzen. Denn der liegt nicht beim Geld, sondern vor allem in der gewonnenen “Connectivitiy” …

Der nachfolgende Textauszug aus dem Essay der gerade erschienenen Beilage “Internet Spezial” in der Zeitschrift “ZEIT” beschreibt wunderbar, was alle unsere Interviews ergeben haben, sobald man Nutzer von Videokonferenz-Technologie befragt: ‘Connectivity vor Kostenersparnis’ weiterlesen

Ein Apfel geht auf`s Ganze …

Der Erfolg des iPhone und seine Bedeutung in der Mobile Business Welt …

Von Januar 2000 bis Ende 2002 bin ich u.a. für die SIEMENS InternetACADEMY als Dozent&Trainer zum Mobile-Business durch die Lande gezogen. Das viel geschmähte WAP war aus meiner Sicht gar nicht so schlecht, vorausgesetzt man wusste was man suchte … Auch Lokalisierungs-Services, mobile Bezahl-Dienste sowie Organiser-Services funktionierten damals bereits recht gut. Trotzdem … 2002 brach das Interesse an diesem Thema völlig zusammen. “M-Bizz” war damals nicht weniger ein Unwort wie “E-Bizz” …

Scheint, dass der Quereinsteiger Apple nun das in Gang gesetzt hat, wovon die Hersteller mobiler Geräte und vor allem die Mobilfunk-Betreiber seit Jahren geträumt haben. Und das sogar, ohne dabei (bisher) UMTS Netze zu nutzen. Mit dem iPhone scheint der Markt für Mobile-Business in Schwung zu kommen. 28% Marktanteil bei den US-Smartphones in wenigen Monaten und bspw. bis zu 50 mal mehr Suchanfragen unter Google, als von jedem anderem mobilen Gerät aus.
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